Manche Pferdedecken schützen den ganzen Rücken, andere nur einen kleinen, aber entscheidenden Bereich. Die Nierendecke gehört zur zweiten Sorte — und genau das macht sie in bestimmten Situationen zur besseren Wahl.
Warum ausgerechnet die Nierenpartie?
Die Lendenwirbel- und Nierenpartie trägt große, aber vergleichsweise dünn bedeckte Muskulatur — beim Aufwärmen kühlt sie schneller aus als der Rest des Rückens. Trifft kalter Wind auf die nasse oder geschorene Haut in diesem Bereich, zieht sich die Muskulatur reflexartig zusammen. Wer sein Pferd bei Kälte ohne Schutz aufwärmt, riskiert genau dadurch Verspannungen im unteren Rücken. Eine Nierendecke hält die Muskulatur während des Aufwärmens und direkt danach warm — bevor Gelenke und Bänder richtig auf die Arbeit vorbereitet sind.
Nierendecke, Abschwitzdecke oder Ausreitdecke?
Alle drei schützen den Rücken, aber zu unterschiedlichen Zeitpunkten:
- Nierendecke: klein, deckt nur die Lendenwirbel- und Nierenpartie ab. Genau deshalb lässt sie sich während des Reitens tragen, ohne dich oder dein Pferd zu behindern — ideal fürs Aufwärmen, fürs Trockenreiten oder für kurze, kühle Ausritte.
- Abschwitzdecke: deckt das ganze Pferd ab, dafür nur im Stehen nach der Arbeit. Zum Reiten ist sie ungeeignet — dein Pferd könnte sich darin verfangen, und du hast keinen sicheren Halt im Sattel.
- Ausreitdecke: deckt mehr vom Pferd ab als die Nierendecke und ist für längere, kältere oder nasse Ausritte gedacht — wärmt teils sogar die Oberschenkel des Reiters mit.
Für kurze, kühle Momente beim Aufwärmen oder Trockenreiten reicht die Nierendecke; für längere Ausritte bei Kälte oder Nässe ist die Ausreitdecke die bessere Wahl.
Material: Wollwalk
Unsere Nierendecke besteht aus 100% Wollwalk — temperaturausgleichend, atmungsaktiv und feuchtigkeitsregulierend. Sie nimmt Feuchtigkeit auf, ohne sich schnell nass anzufühlen, und hält so ein angenehm trockenes Klima am Pferderücken. Durch das natürliche Lanolin ist Wollwalk außerdem wasser- und schmutzabweisend und geruchsarm.
Pflege
Wollwalk-Decken lassen sich 1–2 Mal im Jahr im kalten Wollwaschgang waschen, mit einem rückfettenden Wollwaschmittel. Grobe Verschmutzungen bürstest du meist einfach aus.
Für wen lohnt sich eine Nierendecke?
Eine Nierendecke passt zu jedem Pferd, das bei kühlen Temperaturen aufgewärmt oder trockengeritten wird — unabhängig von Disziplin oder Pferdetyp gibt es hier keine besondere Einschränkung.