Für ein Pferd gemacht, nicht fürs Regal.

Jedes Stück entsteht einzeln in unserem Atelier in Hamburg — aus Wolle, Merinowolle oder Baumwolle, in deiner Farbe, auf Wunsch nach den Maßen deines Pferdes.

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Was in einer Decke von uns steckt

Eine gute Decke erkennt man nicht auf den ersten Blick. Man erkennt sie am Griff, am Gewicht, an der Naht — und daran, wie sie nach dem dritten Winter aussieht. Hier zeigen wir dir, woraus unsere Decken und Schabracken gemacht sind, wie wir unsere Stoffe aussuchen und was nach dem Kauf passiert.

Was Naturfasern für dein Pferd verändern

Trocken statt klamm.

Wolle bindet im normalen Klima 13 bis 18 Prozent ihres Gewichts an Feuchtigkeit, gesättigt bis zu 35 Prozent — und fühlt sich dabei nicht nass an. Polyester nimmt weniger als ein Prozent auf. Die Faser holt die Feuchtigkeit aus dem Fell und gibt sie nach außen ab.

Weniger Knistern.

Naturfasern halten von Natur aus etwas Feuchtigkeit, deshalb leiten sie elektrische Ladung ab. Wolle und Baumwolle laden sich deutlich weniger auf als Polyester-Fleece.

Lüften statt waschen.

In Trageversuchen nahm Polyester am stärksten Geruch an, Wolle und Baumwolle deutlich weniger. Eine Wolldecke wird ausgebürstet und gelüftet — gewaschen wird sie nur ein- bis zweimal im Jahr.

Quellen: International Wool Textile Organisation (IWTO); McQueen u. a., Textile Research Journal, 2007.

Ein Blick aufs Etikett lohnt sich: Manche Decke, die „Wolle" im Namen trägt, besteht zu einem guten Teil aus Polyester. Unsere Stoffe sind zu 100 % Wolle, Merinowolle oder Baumwolle.

Griff, Grammatur, Geruch

Wie wir Stoffe aussuchen

Bevor ein Stoff bei uns auf den Zuschneidetisch kommt, muss er drei Prüfungen bestehen. Wir nennen sie unsere 3G-Regel.

Griff. Wir nehmen jeden Stoff in die Hand. Er soll weich aufliegen und trotzdem fest genug sein für Stall, Hänger und Alltag.

Grammatur. Unser Wollwalk wiegt 410 Gramm je Quadratmeter, die Merinowolle unserer Abschwitzdecken 550 Gramm. Genug Substanz, um zu wärmen und die Form zu halten.

Geruch. Ein Stoff soll nach Wolle riechen, nicht nach Chemie. Riecht er streng, wird er in unserer Werkstatt nicht verarbeitet.

Alle unsere Wollstoffe stammen aus mulesingfreier Haltung. Den Merinostoff unserer Abschwitzdecken beziehen wir von einem Lieferanten in Deutschland, den Sattelfilz aus Österreich, den Merinofilz unserer Bandagierunterlagen aus Geesthacht bei Hamburg, die Baumwolle aus Italien und der Türkei. Das Wollvlies unserer Unterlegdecke kommt von lavalan aus Dinkelsbühl in Franken — hergestellt aus europäischer Schurwolle.

Hellgraue gerollte Merinowolldecke mit Lammfellbesatz am Widerrist und CHVX*N Lederpatch

Anatomie einer Decke

  • Wollwalk mit 410 g/m² — oder Merinowolle mit 550 g/m²
  • Einfassung aus 100 % Baumwolle, rundum
  • Anatomischer Schnitt für Bewegungsfreiheit an Schulter und Widerrist
  • Auf Wunsch: echtes Lammfell am Widerrist
  • Frontverschluss und abnehmbarer Schweifriemen; Bauchgurt, Kreuzgurte und Beingurte nach Wahl
  • Lederpatch

Und unter dem Sattel

Unsere Schabracken sind aus demselben Wollwalk genäht, mit einem Kern aus Wollfilz statt Schaumstoff. Beim Modell Relief bleibt der Widerrist frei — bei jedem Pferd, nicht nur bei hohem Widerrist. Was dahintersteckt, zeigen wir dir auf einer eigenen Seite.

Wolle unter dem Sattel

Nach Maß, in deiner Farbe

Die meisten unserer Decken entstehen erst, wenn du sie bestellst — in rund zwei Wochen. Deshalb kannst du wählen: Decken in zehn Größen von 75 bis 165 cm oder nach den Maßen deines Pferdes, ohne Aufpreis und ohne längere Wartezeit. Über 70 Farben. Auf Wunsch mit Bestickung.

Wenn du Stoffe und Farben vorher sehen und anfassen möchtest: Die Sample Box kommt zu dir nach Hause. Oder du besuchst uns zum Private Shopping in Hamburg.

Größenberatung · Farbwelten · Sample Box

Im Atelier

Naturweiße und graue Woll- und Baumwollstoffe hängen nebeneinander an schwarzen Bügeln
Auswählen und prüfen.

Jede Stoffbahn sehen wir vor dem Zuschnitt durch.

Zuschneiden.

Nach Schnittmustern, die Catherine selbst entwickelt hat — oder nach den Maßen deines Pferdes.

Nähen und einfassen.

Rundum mit Baumwollband, Naht für Naht.

Verschlüsse und Gurte.

Frontverschluss, Schweifriemen und die Gurte, die du gewählt hast.

Endkontrolle.

Bevor eine Decke das Atelier verlässt, geht sie noch einmal durch unsere Hände.

Catherine suchte eine Abschwitzdecke aus Wolle — und fand keine. Von ihrer Großmutter, einer Schneiderin, hatte sie gelernt, worauf es bei Stoffen und Nähten ankommt. So entstand eine Idee - im Sommer 2021 wurde daraus Chevaux Nature.

Über uns

Pflege

Eine Wolldecke braucht wenig: ausbürsten, lüften, ein- bis zweimal im Jahr in den Wollwaschgang. Unser Pflegeblatt gibt es kostenlos dazu — leg es einfach mit in den Warenkorb.

Wasch- und Pflegeservice, Reparatur

Wenn du die Pflege lieber abgibst: Den Wasch- und Pflegeservice buchst du im Shop, schickst deine Decke in unser Atelier und du hast sie nach rund zwei Wochen zurück. Sollte einmal eine Naht aufgehen oder ein Gurt reißen, schreib uns — wir prüfen, ob sich die Decke reparieren lässt.

30 Tage Rückgabe

Und falls eine Decke in Standardgröße und Katalogfarbe doch nicht passt: Du hast 30 Tage Zeit, sie zurückzugeben.